Bevor ich ins Wasser gehe, ist ein obligatorischer Gang in die Umkleidekabine nötig, wo mir die gesamte Ausrüstung zur Verfügung gestellt wird, die ich brauche, um der Winterkälte zu trotzen. Ein wasserdichter Anzug, um vollkommen trocken zu bleiben, und Wettkampf-Stiefel, um die Ausrüstung zu vervollständigen: Ich bin bereit, eins zu werden mit diesem See, der mir die Ruder entgegenstreckt.
Und schon geht es los für einen Moment ausserhalb der Zeit!
Wohlbehütet in meinem Boot (das unruhige Zuwasserlassen erspare ich euch) überrascht mich ein Detail: die Ruhe, die auf dem Wasser herrscht. Kein Geräusch, keine Welle, kein Boot am Horizont... wir sind wie allein auf der Welt und diese Atmosphäre ist magisch. Der Spaziergang wird umso schöner, als nach wenigen Minuten die Sonne endlich die Wolken durchbricht und die majestätischen Ufer beleuchtet, die sich beidseitig unserer Kajaks erheben.
Ich bin die Königin der Welt!
Einige hundert Paddelschläge später legen wir an einer kleinen Insel an für eine Pause mit viel Teein. Der Chef-Paddler bietet mir Kekse an, die ich freundlich ablehne, und stattdessen biete ich allen eine Runde Oranneigées an, passend zur unberührten Kulisse, die sich uns bietet. Es ist ein perfekter Moment, ein Moment für sich selbst, der sich von den überfüllten Skipisten abhebt... ;)
Ergebnis: 3 Stunden Abenteuer auf dem Wasser, trocken, begleitet von kleinen Schweizer Keksen in einer wohlwollenden Atmosphäre und einer Kulisse, die den schönsten Wintermärchen würdig ist... das macht doch Lust, nass zu werden? Oder doch lieber eine Weichei zu sein? (Nicht wahr, Aglaé)