
Aha! Und was war Ihre grösste Herausforderung?
A.R.: Wir waren überrascht von der Komplexität des BIA. Einige Fragen mögen einfach erscheinen, erfordern aber viel Arbeit, um alle notwendigen Daten zur Rechtfertigung der Antworten zusammenzutragen.
Oh, das muss keine leichte Aufgabe gewesen sein. Sie haben jedoch durchgehalten und den Prozess fortgesetzt. Bravo!
Hatten Sie auch positive Überraschungen?
A.R.: Ja, das BIA enthält auch IBMs (Impact Business Models), eine Art "Bonus" für Unternehmen, die ein innovatives Geschäftsmodell mit positiver Wirkung eingeführt haben. Das ist bei uns der Fall, da wir uns für ein Bio-Sortiment entschieden haben, mit Bio-Zutaten, die so nah wie möglich an der Keksfabrik in der Schweiz hergestellt werden. Wir glauben an die Konvergenz von Bio UND lokal.
Jetzt, da es geschafft ist, können Sie sich entspannen, in aller Ruhe kleine Schweizer Kekse geniessen und die Lorbeeren ernten, oder?
A.R.: Nicht ganz, nein! Eine B Corp-Zertifizierung und der Beitritt zur Bewegung sind erst der Anfang. Ziel ist es, einen Ansatz zur ständigen Verbesserung zu etablieren, sowohl auf ökologischer als auch auf sozialer Ebene. Und unsere Re-Zertifizierung in 3 Jahren wird anspruchsvoller sein als die aktuelle. Das ist das Prinzip dieses positiven Kreislaufs, und wir müssen uns schon jetzt darauf vorbereiten.
Na also, das bedeutet, sich täglich zu hinterfragen. Aber wenn es dem Planeten und unserer schönen Schweiz zugutekommt, dann lohnt sich die Mühe!
B Corp stützt seine Unternehmensanalyse auf fünf verschiedene Bereiche: Governance, Mitarbeiter, Gemeinschaft, Umwelt und Kunden. Wo haben Sie die besten Ergebnisse erzielt und in welchem Bereich müssen Sie alle Hände anlegen, um Ihre Zertifizierung zu behalten?
A.R.: Die Bereiche Umwelt und Kunden sind diejenigen, in denen wir die besten Ergebnisse erzielen. Ein weiterer Vorteil des BIA und des Beitritts zur Bewegung ist die Möglichkeit, unser Ergebnis in jeder dieser 5 Themenbereiche mit anderen B Corps zu vergleichen.
Wir haben bereits eine Reihe von Verbesserungsbereichen identifiziert, aber wir werden später noch einmal darauf zurückkommen.
Was nehmen Sie aus dieser Erfahrung mit? Was hat sie den Biscuits Agathe konkret gebracht?
A.R.: Sie ist sehr positiv. Ich kann andere Unternehmen nur ermutigen, der Bewegung beizutreten. Je mehr wir sind, desto grösser wird unser Einfluss sein. In diesem Zusammenhang ist es interessant, die erste Sensibilisierungskampagne für die B Corp-Bewegung zu sehen, zu der wir mit 12 weiteren Schweizer Unternehmen beitragen.
Und was empfehlen Sie Unternehmen, die sich für die B Corp-Bewegung interessieren? Sollte man gut darüber nachdenken oder sich blindlings hineinstürzen?
A.R.: Das Wichtigste ist, dass ein echter Wille vorhanden ist. Das ist nichts, was man mal eben so am Küchentisch entscheidet. Die B Corp-Bewegung ist ein Kompass für die Gesellschaft und ein langfristiges Engagement.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Erklärungen, Alexis! Es besteht kein Zweifel, dass viele dem Beispiel von Biscuits Agathe folgen und dieser globalen Gemeinschaft beitreten werden, die sich für eine inklusivere und nachhaltigere Zukunft für den Planeten einsetzt!